Kategorie: Berichte Untersteinbach
Sommerfreizeit II 2025, Do. 28.08.2025
Heute regnete es – und das ziemlich konstant. Vielleicht war das sogar der Grund, warum die Zeltbewertung heute erstaunlich gut ausfiel. Schließlich blieben die Kinder größtenteils in ihren Zelten, anstatt wie sonst über das Gelände zu flitzen. Dass die Punktzahl also weniger mit Ordnungsliebe und mehr mit fehlender Gelegenheit zum Chaos zu tun hatte, lassen wir mal so im Raum stehen.
Beim Frühstück lief alles routiniert ab, auch wenn man merkte, dass der Regen die Stimmung etwas dämpfte. Aber immerhin: warme Toast, Kakao und Müsli können viel wettmachen.
Das Vormittagsprogramm musste selbstverständlich umgestellt werden. Statt draußen Action gab es ein Schlechtwetterprogramm in der Sporthalle: einen großen Parkour, den die Kinder Zeitweise absolvierten. Dabei hatten Jungs und Mädels unterschiedliche Parkours, aber der Ehrgeiz war bei allen gleich groß.
Die Mädchen mussten zuerst über beide Stangen eines Recks klettern, bevor sie mit zwei Teppichstücken weiterging, auf dem sie rutschend einen Basketball in den Korb werfen sollten. Danach hieß es: über einen großen Kasten rutschen und weiter mit einem Rollboard durch eine markierte Strecke fahren. Anschließend mussten zwei Bälle gezielt in zwei Ziele geworfen werden. Ein kleines Trampolin wartete am Ende – mit der Herausforderung, in der Luft einen Ball zu fangen, bevor man mit seinem Team abklatschte.
Die Jungs hatten ebenfalls einen fordernden Ablauf: Über die schmale Bank laufen, dann an der Sprossenwand hochklettern und von dort auf eine Matte springen. Danach ging es wieder über eine Bank, diesmal aber im Sprung, und anschließend über einen großen Kasten. Es folgte die Aufgabe, acht Bändchen einzusammeln bzw. Ablegen und zehnmal Seil zu springen. Dann sollte man einen Basketball im Korb versenken – dafür hatte man fünf Versuche. Am Ende standen noch drei Hindernisse zum Durchkriechen, eine Matratze, auf der man einen Purzelbaum vorwärts machen sollte und ein Rollboard für die Zielgerade. Man konnte deutlich sehen, wie viel Spaß sie dabei hatten – und dass der Wettkampfgeist geweckt war.
Zum Mittagessen gab es dann Linsen und Spätzle – ein echter Klassiker. Kaum ein Kind, aber auch kaum ein Betreuer ließ den Teller halbvoll zurück. Es war eines dieser Essen, bei dem man merkt, dass Küche und Teilnehmer denselben Geschmack teilen.
In der Mittagspause wollte der Regen immer noch nicht nachlassen. Also sammelten sich die Kinder in allen überdachten Bereichen, die das Gelände hergibt: in der Soccer-Arena, im Tischtenniszelt, beim Tischkicker oder eben in ihren Zelten.
Dann kam hoher Besuch: Ministerin Theresa Schopper machte im Rahmen ihrer Sommertour Halt bei uns. Sie ließ es sich nicht nehmen, mit anzupacken – und verteilte Eis an die Kinder. Die Freude war entsprechend riesig, viele strahlten über beide Ohren. Man konnte richtig spüren, wie sehr dieser kleine Moment den Tag aufhellte.
Zum Nachmittagsprogramm war es dann endlich wieder trocken. Verschiedene Gruppen boten unterschiedliche Programmpunkte an: In der Bastelhütte gab es Batiken und Windlichter bemalen mit Tobi und Ann-So, während Jan-Luca und Jenny Tischtennis spielten. In der Soccer Arena führten Abel und Grinzi die Fußballfans an, und in der Sporthalle boten Uli und Mimo Volleyball an. Wer es ruhiger mochte, konnte mit Lea und Alina im Essenszelt Gesellschaftsspiele spielen. So fand jeder etwas, das ihm gefiel.
Zum Abendessen gab es dann selbstgemachte Pizzabrötchen – sowohl vegetarisch als auch mit Salami. Die Begeisterung war groß, und die Bleche leerten sich in Rekordgeschwindigkeit. Viele Kinder holten sich sogar Nachschub, und man merkte: das war ein Volltreffer.
Noch während alle im Essenszelt saßen, fand die Siegerehrung des Swim and Run statt. Grinzi und Lea verliehen Urkunden an die Einzel- und Staffelläufer. Die Erstplatzierten bekamen zusätzlich ein besonderes Andenken: ein Swim-and-Run-Mikrofaserhandtuch. Der Applaus war laut und der Stolz in den Gesichtern der Kinder unübersehbar.
Direkt danach startete das Lagerfeuer – vermutlich das letzte in diesem Jahr. Klassiker wurden gesungen, Ubach-Lieder schallten durchs Dunkel, und die Betreuer gaben alles, um die Kinder zum Mitsingen zu motivieren. Die Stimmung war warm und ausgelassen, und man spürte deutlich, wie besonders dieser Abend für viele war.
Wie immer endete der Tag mit dem Zapfenstreich. Die Kinder lauschten, und für ihre Verhältnisse kehrte ungewöhnlich schnell Ruhe ein. Vielleicht lag es daran, dass der Tag trotz des Wetters so voll und aufregend war.
Liebe Grüße,
Eve